60-jähriges Jubiläum der Grundprinzipien der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung
29. Oktober 2025
Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Grundprinzipien der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung luden die Botschafterin, Salome Meyer, und der Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, Gerald Schöpfer, gemeinsam zu einer Paneldiskussion in die Residenz der Botschafterin.
Unter dem Titel «AI: Digital Warfare, Harmful Information and Related Challenges to Principled Humanitarian Action» diskutierten führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und humanitärer Praxis über die Auswirkungen digitaler Technologien auf die humanitäre Arbeit. Die sieben Grundprinzipien Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität bleiben auch 60 Jahre nach ihrer Verabschiedung in Wien aktueller denn je – sie sind der ethische Kompass für humanitäres Handeln, auch im digitalen Raum.
Im Austausch mit Gilles Carbonnier (ICRC), Manuel Bessler (IFRC), Prof. Kristin Sandvik (Peace Research Institute Oslo) und Katharina Frey (ETH Zürich) wurde deutlich: Digitalisierung und KI sind nicht nur Werkzeuge – sie gestalten selbst mit. Damit wächst die Verantwortung von Staaten, internationalen Organisationen, Zivilgesellschaft und Privatsektor, sicherzustellen, dass Künstliche Intelligenz ein Akteur im Dienst der Menschlichkeit bleibt.
Auch die Message der Jugendpräsidentin des ICRC, Azra Numanovic, war klar: Kontinuität bei der Umsetzung des humanitären Völkerrechts hat in Zeiten globaler Herausforderungen oberste Priorität.
Die Veranstaltung machte deutlich: Gerade in Zeiten von zunehmender Desinformation, Cyberkriegsführung und dem technologischen Wandel bleiben die sieben Grundprinzipien zentrale Leitlinien für humanitäre Hilfe.